Pressestimmen

21.07.2016

            Friedel Kehrer begeistert mit ihrem Soloprogramm
Das  Geriatrische Zentrum Esslingen lädt seine ehrenamtlichen Mitarbeiter als Dankeschön für ihr Engagement zu einem festlichen Abend ein. Es gibt es ein leckeres Buffet und beste Unterhaltung. "Die eine Hälfte der Bronnweiler Weiber", so wird Friedel Kehrer angekündigt.
Aus dem kleinen "Flecken" Bronnweiler bei Reutlingen kommt die Künstlerin nach Esslingen und nimmt die Städter aus Esslingen und Stuttgart kräftig auf die Schippe. Ihr Kabarettprogramm enthält Elemente, die dem ein oder anderen von dem bekannte Duo Bronnweiler Weiber bekannt sind. Das spontane Eingehen auf das Publikum ist gekonnt und sorgt für manche Überraschungsmomente. Schwäbischer Humor - spontan und treffsicher - so kann man das Kabarettprogramm umschreiben. Zu diesem Humor kommt bei Friedel Kehrer jetzt noch eine leise und tiefgründige Facette dazu. Friedel Kehrer knüpft dabei an die frühe Zeit ihrer Künstlerlaufbahn an. So bewegt sie das Publikum mit ernsthaften Liedern aus ihrem eigenen Repertoire. Mit ihrer klaren wunderschönen Stimme gibt sie dem Abend eine besonders stimmungsvolle Note. Abschluss bildet dennoch ein humorvolles Lied, Humor tut einfach gut! Die rund 100 Ehrenamtlichen des Geriatrischen Zentrums sind begeistert von dieser neuen Facette der "einen Hälfte der Bronnweiler Weiber".

Esslinger Zeitung  18.02.2016

 


Benefizliederabend in der Reutlinger "Fläsch"

Friedel Kehrer sang eigene Lieder

 

In seiner Begrüßungsansprache ging Herbert Hübner vom Trägerverein "Kultur unter den Leuten" auf eine Besonderheit des Veranstaltungsortes ein. "Wir befinden uns hier im ehemaligen Herzen von Reutlingen".Das Gebäude diente schon im 13.Jahrhundert als Armen und Siechenhaus. Heute versteht sich das Lobbyrestaurant als Kulturtankstelle. Auch sozial Schwächere haben Kulturbedürfnisse. Es finden immer wieder Vernissagen und Vorträge statt. So auch dieser Liederabend mit Friedel Kehrer, die auf Gage verzichtete. Die Liedermacherin startete ihr Programm mit einem topaktuellen, jahreszeitlichen Lied über den einziehenden Herbst. Sie sinnierte über das "Rädle" das immer im Dreck läuft und sang mit glockenklarer Stimme über die Zeit die uns immer davon läuft. Beim Song "Blos für Di" konnte sich jeder Besucher persönlich angesprochen fühlen. Heimatliche Gefühle kamen beim Lied " Hendrm Stöffelberg" auf. Stimmung in den Saal brachte ein Lied über das schwäbische Nationalgetränk Most von Harald Immig. Auch ein Liebeslied war dabei:                  "D Schublädleslieabe" bei dem der Text aus einem Gedicht von Doris Oswald, Metzingen stammt. Auch eine eigene Kurzgeschichte über ihr Dorf Bronnweiler wurde von Friedel Kehrer vorgelesen. Fazit: Eine durchweg positive, fast            2 Stunden dauernde Veranstaltung, bei der vor allem Freunde der schwäbischen Mundart auf ihre Kosten kamen. Wenn      beim nächsten Mal ein paar Besucher mehr den Saal füllen, wäre ein erneutes Konzert durchaus zu empfehlen.

RoSe



Reutlinger Generalanzeiger - 07.06.2013

Friedel Kehrer beim Oferdinger Kirchgartenmauerfest

 

Musik Ein/Aus

09.09.2012 -  An der Oferdinger Kirchgartenmauer

 

REUTLINGEN-OFERDINGEN. »Es ist wirklich überwältigend.« Hans-Peter Brenzel, Pfarrer der evangelischen Clemenskirche in Oferdingen, war fast schon gerührt, als er den Blick auf die voll besetzten Bierbänke auf dem Vorplatz seiner Kirche richtete. Die Bürger waren in Strömen gekommen, um sich bei einem gemütlichen Hock ein Bild von der Kirchgartenmauer zu machen. Und die Oferdinger staunten nicht schlecht, erstrahlt die Mauer doch nach einer aufwendigen Sanierung in neuem Glanz.

Buntes Programm

»Das ist wirklich schön geworden«, war immer wieder zu hören. Und auch der ehemalige Bezirksbürgermeister Dieter Gehr  zeigte sich begeistert: »Das ist hier fast wie das Blühende Barock - es fehlen nur die Blumen.« Bei herrlichem Spätsommerwetter nahm der Festtag seinen Lauf. Die Besucher wurden kulinarisch verwöhnt und bestens unterhalten. So waren unter anderem auch Lieder der Mundartsängerin Friedel Kehrer (dieses mal solo) zu hören und Darbietungen der Kindervolkstanzgruppe vom Schwäbischen Albverein zu sehen.



 

Pressebericht Reutlinger Generalanzeiger vom 22.05.2012

von links: Dago de Levie, Friedel Kehrer und Walter Dieterle in der Bronnweiler Festhalle    Foto: RoSe

 

 Konzert - Die Bezirksbürgermeisterin als Folk-Sängerin:

 Friedel Kehrer stellt mit Walter Dieterle und Dago de Levie  in der Turn- und Festhalle ihre erste CD »Aldershalbr« vor

Die Nachtigall von »Brooweila«

VON ARMIN KNAUER

REUTLINGEN-BRONNWEILER. Nun hat Reutlingen neben dem singenden Finanzbürgermeister auch noch eine singende Bezirksbürgermeisterin. Im Gegensatz zu ihrem Kollegen Peter Rist, der das große Showbusiness anpeilt, ist Friedel Kehrer bei der Vorstellung ihrer Debüt-CD »Aldershalbr« bemüht, den Ball flach zu halten. Man trifft sich bodenständig in der Bronnweiler Turn- und Festhalle, und das Ganze läuft sehr familiär ab. »Ihr wissed scho, des isch 's arscht Mol!«, schmunzelt die Sängerin, als sie ein Gitarren-Intro versemmelt.

Anfangs ist von der Kommunalpolitikerin und Kabarettistin (»Bronnweiler Weiber«) am frühen Sonntagabend allerdings kaum etwas zu hören. Walter Dieterle und Dago de Levie übertönen sie mit Donnerhall an Gitarre und E-Bass. Nur widerwillig lässt Dieterle sich überreden, zurückzudrehen. »Wem des z' laut isch, der isch halt z' alt für Rock 'n' Roll«, brummt der Rock-Veteran, dreht dann aber doch leiser. Der Glemser Hirschwirt ist von seiner Band Maybug eben eine ganz andere Töne gewöhnt.
 

Die Soundgewitter legen sich

Sobald die Soundgewitter sich gelegt haben, entfaltet sich die glockenreine Stimme Friedel Kehrers wie Sonnenschein. Eine helle Stimme voller Wärme, in den hohen Lagen flötenartig fein. Dabei energiegeladen und mit dem Tick Schärfe, der verhindert, dass das Ganze süßlich wird. Das wird es ohnehin nicht, denn es sind meist nachdenkliche Songs, die sie singt. »Guat muss ma sei« rechnet mit der Leistungsgesellschaft ab, »Lauft's Rädle em Dreck« nimmt die Tage in den Blick, in denen alles schief läuft. Anfangs liegt der ein oder andere Einsatz einen Tick zu hoch, aber diese Nervosität ist bald verschwunden.

Showmäßig hält sich die Sängerin ganz zurück und das ist wohltuend, denn ihr Gesang, schlicht und doch sehr eindringlich, genügt allemal, um die Halle zu bannen. De Levie am Bass und Dieterle an der Gitarre verschaffen ihr, einmal gebändigt, ein kompetentes Rhythmuskorsett und steuern einige schöne Soli bei, Dieterle auch an der Mundharmonika. Stimmig, aber intonationsmäßig nicht immer perfekt in der Spur sind ihre Background-Gesänge.

Den Showteil überlässt Kehrer jedenfalls an diesem Abend anderen. Ihrer Kabarett-Partnerin Märy Lutz zum Beispiel. Die moderiert kess, ohne sich vorzudrängen. Oder Walter Dieterle: Wenn er sich schon als Rocker zurückhalten muss, lässt er wenigstens ein paar Spitzen vom Stapel. Die Proben der Songs in tiefstem Bronnweiler Schwäbisch hätten ihn an den Türkei-Urlaub erinnert, witzelt er. Und die klaren Kommandos von Märy Lutz wollen mit seinem Freiheitsdrang nicht zusammenpassen. Worauf er sich von Lutz den Spruch einfängt: »Mir send hier ed en Glems, sondern en Brooweila, bei ons hot dui Sach a Ordnong!«

Bekenntnis zum »Flecka«

Überhaupt »Brooweila«: Das Bekenntnis zum »Flecka« ist Kern des Abends und entlädt sich in herrlichen Geplänkeln zwischen Märy Lutz und dem Glemser Dieterle. Und Friedel Kehrers Gesang ist Folk-Musik im eigentlichen Sinn: Musik, die von der eigenen Verwurzelung spricht, ohne die Schattenseiten zu verdrängen. Sie klingt mal nach Cat Stevens, mal nach Country und rockt düster, wenn es um das Kreuz eines Verunglückten am Straßenrand geht.

Am Ende geht dann doch der Rocker mit Walter Dieterle durch. Da fährt er der Sängerin mit der Mundharmonika wie wild in die Parade und setzt zu einem ekstatischen Schluss-Solo an. Aber an einem Abend, der so grundlegend von der unverstellten Ehrlichkeit seiner Akteure lebt, darf eben auch der Rocker seine Wurzeln nicht verleugnen. (GEA)



Pressebericht Reutlinger Generalanzeiger vom 11.05.2012

»ALDERSHALBR« - Kontrastprogramm: Friedel Kehrer präsentiert sich als Liedermacherin mit ernsten Texten

Bezirksbürgermeisterin hat andere Saiten aufgezogen

Von Andrea Glitz

REUTLINGEN-BRONNWEILER. Friedel Kehrer hat keine Angst vor Gegensätzen. Als die eine Hälfte der »Bronnweiler Weiber« macht die Bronnweiler Bezirksbürgermeisterin und FWV-Stadträtin seit drei Jahrzehnten schwäbisches Schlabbergosch-Kabarett deftig bis derb.

 

Feilen noch am Zusammenspiel: Friedel Kehrer, Walter Dieterle (links) und Dago de Levie vorm Glemser Hirsch. FOTO: Andrea Glitz

Nun zeigt Friedel Kehrer auf der Bühne eine ganz andere Seite. Als Liedermacherin präsentiert sie selbst geschriebene Musik und Texte über Liebe, das Leben und seine Hektik, Vergänglichkeit. Als Ortsvorsteherin und Stadträtin hat die Mutter von vier Kindern viel mit Menschen zu tun und erlebt nach eigenem Bekunden so viel »Tieftrauriges«. Daher die Lust auf ein Kontrastprogramm zum ulknudeligen Bronnweiler Weib. »Ich wollte Musik machen, die die Ernsthaftigkeit des Lebens 'rüberbringt.« Mit heller Stimme und Gitarre verarbeitet sie die Schattenseiten des Lebens musikalisch. Unterstützung kommt vom Glemser Hirsch-Wirt Walter Dieterle. Er war einer derjenigen, die Kehrer ermuntert hatten, mit ihren 53 Jahren an ihre Vergangenheit anzuknüpfen. Als junge Frau hat sie in den 70er-Jahren schon Folkmusik gemacht und ist sogar mit Thomas Felder und anderen Größen aufgetreten.Der Dritte im Bunde von »Aldershalbr« ist Dago de Levie. Es zupft den Bass als einziger Profimusiker im Terzett: ein freundlicher Friese, der bei der Probe im Glemser Hirsch den Mund nur zum Singen aufmacht. Zum Schwäbisch Singen wohlgemerkt. Alle Texte sind in Mundart geschrieben. Ein gutes Dutzend Lieder hat das Trio zusammengestellt. Kehrer hat einiges Geld in die Hand genommen und 500 CDs produzieren lassen. Am Sonntag, 20. Mai, tritt das Trio erstmals öffentlich auf. Die Ambitionen der drei sind noch überschaubar. »Wir sind zu alt, um entdeckt zu werden«, glaubt Walter Dieterle. Aber natürlich hoffen alle auf positive Resonanz und ein paar Engagements: So an die zwanzig Auftritte im Jahr stellt sich der Hirsch-Wirt dann doch vor.